Mittwoch, 9. September 2009

Deutschland hinterher ...

Neue OECD-Studie

Deutschland hinkt bei der Bildung hinterher

Deutschland liegt mit seinem Bildungssystem trotz leichter Verbesserungen international weiter zurück. Dies geht aus dem neuen weltweiten Bildungsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der in Berlin veröffentlicht wurde.

Studierende der Universität Kassel (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: OECD-Kritik: Deutschland braucht mehr Hochschulabsolventen. ]
So erwerben in anderen Industrieländern deutlich mehr junge Menschen einen Hochschulabschluss. Ebenso beteiligen sich dort erheblich mehr Ältere an hoch qualifizierter Weiterbildung. Auch der Anteil der Bildungsausgaben am Brutto-Inlandsprodukt ging in Deutschland erneut leicht zurück. Während Spitzenreiter wie die USA, Korea und Dänemark einen Anteil von mehr als sieben Prozent des Bruttoinlandsproduktes in die Ausbildung investierten, erreichte Deutschland im Jahr 2006 lediglich einen Anteil von 4,8 Prozent. Unter den OECD-Ländern hätten nur Irland, Spanien, die Slowakei und die Türkei weniger für Bildung ausgegeben als Deutschland.

"Jetzt der richtige Zeitpunkt für Investitionen"

Die OECD in Paris, die die 30 wichtigsten Industriestaaten bei ihrer wirtschaftlichen Entwicklung berät, forderte die Bundesrepublik nachdrücklich zu weitere Reformanstrengungen auf. "Wenn Deutschland gestärkt aus dieser Wirtschaftskrise hervorgehen will, dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, in Bildung und höhere Qualifikation zu investieren", sagte OECD-Bildungsdirektorin Barbara Ischinger.

Dem Bericht zufolge schlossen 2007 in Deutschland 23 Prozent eines Jahrganges ein Studium ab. 1995 waren es erst 14 Prozent. International stieg die Absolventenquote im gleichen Zeitraum aber von 18 auf 36 Prozent. 2008 legte die Studienanfängerquote in Deutschland allerdings auf 36 Prozent zu.

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